9 Gründe, warum ich Pinterest liebe

von | 28. Sep. 2025 | Allgemein, Pinterest Marketing

Meine Pinterestreise und was du daraus für dein Online-Marketing mitnehmen kannst

Ich liebe Pinterest – und das aus gutem Grund. Während meiner Zeit mit meinem eigenen Onlineshop fühlte sich Instagram eher wie ein zweiter Vollzeitjob an: ständig posten, liken, kommentieren, Reels schneiden… und trotzdem kam kaum jemand auf meine Website. Ich war zwar „sichtbar“, aber nicht dort, wo es zählt. Sichtbar sein ist schön, aber was bringt es, wenn daraus kein Traffic, kein Vertrauen und keine Kund:innen entstehen?

Ich wollte sichtbar sein, auch wenn ich mal offline bin. Deshalb habe ich Pinterest ausprobiert – erst nur als Experiment. Doch schnell wurde klar: Pinterest funktioniert ziemlich gut. Es ist leiser, strategischer, nachhaltiger – und genau das, was ich gesucht hatte. Heute ist Pinterest mein liebster Marketingkanal. Ich nutze es für mein eigenes Business und begleite andere selbstständige Frauen dabei, unabhängig von Social Media sichtbar zu werden. In diesem Artikel teile ich 9 persönliche Gründe, warum ich Pinterest liebe – und wie du es für dein Online-Marketing nutzen kannst.

#1 Pinterest denkt wie Google – nur schöner

Wenn ich Pinterest in einem Satz erklären müsste, würde ich sagen:

Es ist wie Google – aber in hübsch.

Pinterest ist eine Suchmaschine, die Ergebnisse in Bildern liefert. Pinterest funktioniert auch wie eine Suchmaschine. Menschen geben Suchbegriffe in die Suchleiste ein und bekommen die Ergebnisse in Form von Bildern mit Text, den sogenannten Pins, geliefert.

Menschen kommen nicht auf Pinterest, um sich berieseln zu lassen – sie kommen mit einem konkreten Interesse. Sie haben Ideen und suchen nach Inspirationen oder Lösungen für ein Problem.

Und genau dieser macht Pinterest so wertvoll fürs Marketing:

Dein Content wird nicht einfach in einem endlosen Feed vergraben. Sondern er wird gezielt ausgespielt, wenn jemand danach sucht.

Ich liebe das, weil es so viel mehr Sinn macht:

Ich poste nicht für den Moment, sondern ich erstelle Inhalte, die dann auftauchen, wenn jemand sie wirklich braucht. Und das kann heute sein. Oder in sechs Monaten. Oder in zwei Jahren.

Diese Suchlogik verändert alles:

  • Du kannst mit den richtigen Keywords genau deine Wunschkund:innen erreichen.
  • Du musst nicht ständig präsent sein – deine Pins arbeiten langfristig für dich.
  • Und du kannst Pinterest strategisch wie eine Suchmaschine nutzen, ohne ständig „sozial“ sein zu müssen.

Das war für mich ein riesiger Aha-Moment. Und einer der wichtigsten Gründe, warum Pinterest mein Lieblingskanal wurde.

#2 Evergreen-Traffic: Pins, die nicht verschwinden

Einer der größten Frustfaktoren bei Social Media?

Du postest etwas und 24 Stunden später ist es praktisch wieder verschwunden. Vielleicht noch ein paar Likes, vielleicht ein Kommentar… und dann war’s das.

Du kannst jeden Tag wieder von vorne anfangen.

Pinterest tickt anders. Hier haben deine Inhalte ein langes Leben.

Ein gut gemachter Pin kann dir noch Wochen, Monate, manchmal sogar Jahre später Reichweite und Klicks bringen.

Und das völlig unabhängig davon, wie oft du gerade postest oder ob du in deiner Story aktiv bist.

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich in meine Pinterest-Statistik geschaut und gesehen habe, dass ein Pin von vor 8 Monaten plötzlich wieder Traffic bringt. Ohne dass ich ihn neu gepusht oder irgendwas getan hätte.

Das ist Evergreen-Traffic.

Und das bedeutet:

  • Du arbeitest nicht für den Moment, sondern für langfristige Sichtbarkeit.
  • Dein Content ist wie ein gut platzierter Blogartikel in Google – nur mit Bild.
  • Und du kannst mit der Zeit ein ganzes System aufbauen, das dir verlässlich Besucher:innen bringt.

Pinterest hat mir geholfen, genau das zu verstehen:

Marketing darf auch nachhaltig funktionieren.

Und es muss nicht jedes Mal bei null anfangen.

#3 Automatisierung & Planung: Zeit gewinnen, Reichweite halten

Einer meiner absoluten Lieblingsgründe für Pinterest:

Ich muss nicht jeden Tag posten. Und schon gar nicht um 7:35 Uhr morgens, weil „der Algorithmus das so will“.

Pinterest lässt sich hervorragend planen und automatisieren.

Ich kann an einem Tag meine Pins für Wochen oder sogar Monate im Voraus erstellen und einplanen – zum Beispiel mit Tools wie Tailwind oder direkt im Pinterest-Planungstool.

Das gibt mir nicht nur mehr Struktur, sondern vor allem: Freiheit.

Ich kann Urlaub machen, ohne dass meine Reichweite einbricht.

Ich kann mal krank sein oder kreativ eine Pause einlegen – und trotzdem läuft mein Marketing weiter.

Ich kann meine Zeit sinnvoller einsetzen, statt jeden Tag krampfhaft „etwas posten zu müssen“.

Im Vergleich zu Instagram oder TikTok, wo du oft nur relevant bist, solange du aktiv bist, ist Pinterest wie ein gut eingestelltes Uhrwerk.

Einmal gut gemacht = langfristiger Effekt.

Gerade für Soloselbstständige oder kleine Teams ist das ein riesiger Vorteil. Denn Zeit ist oft die knappste Ressource – und Pinterest geht respektvoll damit um.

#4 Content-Recycling & Variantenvielfalt

Ein weiterer Grund, warum ich Pinterest liebe:

Ich muss mir nicht ständig neue Inhalte ausdenken – ich darf smart mit dem arbeiten, was schon da ist.

Pinterest ist wie gemacht für Content-Recycling. Du kannst bestehende Inhalte, z. B. Blogartikel, Podcastfolgen, Produkte, Freebies oder Instagram-Posts, einfach visuell neu verpacken und mehrfach pinnen. Und das auf verschiedene Arten:

  • Unterschiedliche Pin-Designs für denselben Inhalt
  • Verschiedene Texte und Keywords, die verschiedene Suchanfragen bedienen
  • Pins zu verschiedenen Unterthemen aus einem größeren Content-Stück

Das ist nicht nur zeitsparend, sondern auch strategisch clever. Denn Pinterest liebt Vielfalt und Nutzer:innen klicken oft erst auf den zweiten oder dritten Pin, den sie sehen.

Dadurch fühlt es sich nicht nach Wiederholung an.

Denn jeder Pin ist eine neue Chance, jemanden anzusprechen – auf eine andere Weise, mit einer anderen Optik, mit einem anderen Fokus.

Pinterest hat mir beigebracht: Nicht immer mehr ist besser.

Clever nutzen, was schon da ist. Das bringt echte Ergebnisse.

#5 Mikro‑Nischen & Authentizität als Stärke

Was ich an Pinterest besonders liebe:

Du musst nicht laut sein, um gehört zu werden – du musst einfach relevant sein.

Pinterest ist eine Plattform, die Mikro-Nischen liebt.

Das bedeutet: Du musst kein Massenpublikum ansprechen, sondern kannst ganz gezielt deine Themen, deine Sprache, deine Werte zeigen – und genau die Menschen erreichen, die danach suchen.

Ich habe zum Beispiel gemerkt, dass gerade die ruhigen, klaren, authentischen Inhalte viel besser funktionieren als das, was auf Social Media oft durch Lautstärke auffällt.

Pinterest ist kein Ort für Selbstdarstellung – sondern für echten, hilfreichen Content.

Und das ist eine große Chance – gerade für:

  • Leise Unternehmerinnen
  • Menschen mit speziellem Fachwissen
  • Angebote, die nicht „Instagram-glamourös“ sind, aber tiefen Mehrwert liefern

Du musst dich auf Pinterest nicht verstellen.

Im Gegenteil: Je echter und nischiger du bist, desto besser funktioniert es.


#6 Kaufabsicht & Traffic mit Conversion-Potenzial

Das Beste an Pinterest-Nutzer:innen?

Sie sind nicht einfach nur zum Scrollen da – sie suchen gezielt.

Anders als auf Instagram, wo viele einfach durch den Feed gleiten, sind die Menschen auf Pinterest mit einer konkreten Absicht unterwegs:

Sie wollen eine Lösung, eine Idee, eine Anleitung oder ein Produkt.

Und genau das macht den Pinterest-Traffic so wertvoll:

Er bringt nicht nur Besucher:innen – sondern oft auch Käufer:innen.

Ich habe selbst erlebt, wie viel „wärmer“ die Leads von Pinterest sind.

Oft kommen sie direkt auf die Website, schauen sich um, melden sich für Freebies an – oder kaufen direkt. Nicht, weil sie zufällig auf den Pin geklickt haben, sondern weil sie aktiv danach gesucht haben.

Pinterest ist kein Selbstzweck.

Es bringt Menschen genau dorthin, wo du sie haben willst: auf deine Website – und in deine Welt.

#7 Geringe Abhängigkeit von sozialen Plattformen

Wenn du selbstständig bist, kennst du es sicher:

Ein Instagram-Update hier, ein Algorithmus-Crash da – und plötzlich bricht deine Reichweite ein. Wieder alles neu lernen. Wieder den Content-Plan anpassen. Wieder kämpfen um Sichtbarkeit.

Ich hatte irgendwann keine Lust mehr, mich ständig diesen Plattformen zu unterwerfen.

Pinterest war für mich der erste echte Ausstieg aus diesem Hamsterrad.

Denn Pinterest funktioniert anders als klassische Social-Media-Plattformen:

  • Kein Zwang zur Interaktion
  • Keine Likes, Kommentare oder DMs als Erfolgsfaktor
  • Kein Algorithmus, der dich „bestraft“, wenn du mal nichts postest

Stattdessen:

  • Langlebige Inhalte
  • Planung im Voraus
  • Sichtbarkeit auch ohne Dauerpräsenz

Pinterest gibt mir das, was viele Unternehmerinnen sich wünschen:

Stabilität, Kontrolle und langfristige Wirkung – statt Social-Media-Stress.

#8 Positiver Raum & Freude am Erstellen

Pinterest ist für mich nicht nur ein Marketingkanal.

Es ist ein Raum, in dem ich gerne arbeite.

Während Social Media oft laut, schnell und überfordernd ist, fühlt sich Pinterest für mich an wie ein kreatives Atelier: ruhig, inspirierend, lösungsorientiert.

Ich kann Inhalte erstellen, ohne performen zu müssen.

Ich muss keine Reels drehen, keine Storys sprechen, keine Likes sammeln.

Ich darf einfach gute Inhalte gestalten – und ihnen Zeit geben, zu wirken.

Pinterest macht Freude.

Ich glaube fest daran:

Wenn Marketing sich gut anfühlt, funktioniert es besser.

Pinterest hat mir das gezeigt – und deshalb gehört es bis heute zu den Dingen in meinem Business, die mich nicht nur sichtbar, sondern auch zufrieden machen.

#9 Meine Tipps für deinen Pinterest-Einstieg

  1. Fang klein an – aber fang an.

    Starte mit dem, was du hast: einem Blogartikel, einem Produkt oder einem Freebie. Mach daraus einen einfachen Pin – und lade ihn hoch.
  2. Denk nicht wie auf Instagram – sondern wie auf Google.

    Was tippen deine Kund:innen in die Suchleiste ein, wenn sie dich noch nicht kennen – aber genau dein Angebot brauchen?
  3. Recycle deinen Content strategisch.

    Mach aus bestehenden Inhalten neue Pins mit unterschiedlichen Designs, Texten und Keywords.
  4. Planen ist besser als Posten.

    Nutze Tools wie Tailwind oder den Pinterest-Planer, um deine Pins im Voraus zu timen.
  5. Und am wichtigsten: Pinterest darf zu dir passen.

    Mach’s in deinem Tempo, in deinem Stil, mit deiner Energie.

Fazit – meine Liebe zu Pinterest heute & morgen

Ich muss mich nicht mehr täglich zeigen, um sichtbar zu sein.

Ich darf Inhalte erstellen, die langfristig wirken.

Und ich darf meinem Marketing wieder mehr Ruhe und Tiefe geben, ohne dabei an Wirkung zu verlieren.

Pinterest ist für mich ein Werkzeug für nachhaltiges, strategisches und zugleich menschliches Online-Marketing.

Und genau das brauchen viele Selbstständige heute mehr denn je.

Du darfst sichtbar sein – auf deine eigene Art.

Du darfst Marketing machen, das sich gut anfühlt.

Und du darfst Plattformen wählen, die dich nicht auslaugen, sondern unterstützen.

Vielleicht ist Pinterest auch für dich nicht nur ein Tool, sondern der Anfang einer ganz neuen Marketingbeziehung.

Du willst Pinterest strategisch nutzen, ohne im Content-Hamsterrad zu stecken?Dann trag dich hier in meinen Newsletter ein – und erhalte regelmäßig Tipps rund um nachhaltiges Pinterest Marketing.

4 Kommentare

  1. Danke für diese 9 Gründe … ich fange gerade wieder an, mich in Pinterest zu verlieben. Momentan liebt es mich noch nicht zurück 🙃 doch ich bleibe dran.

    Herzliche Grüsse vom Zürichsee
    Tanja

    Antworten
    • Hallo liebe Tanja,
      wie schön, dass mein Artikel dich Pinterest wieder näher bringt. Melde dich gerne zum kostenlosen Erstgespräch wenn du Hilfe brauchst. Meist kann ich da schon ganz gut weiterhelfen.
      Liebe Grüße,
      Elke

      Antworten
  2. Liebe Elke,
    sehr interessanter Artikel. Bisher habe ich Pinterest eher als Besucher genutzt – so wie du es beschreibst. Gleichzeitig motiviert dein Artikel jedoch auch genauso dort slebst aktiv zu werden. Gefällt mir sehr gut! Danke für die Tipps!
    Alles Gute Monika

    Antworten
    • Liebe Monika,
      ich freue mich sehr, dass dir der Artikel gefällt. Probier Pinterest unbedingt aus. Es macht erstens wirklich Spaß und bringt auch richtig gute Sichtbarkeit, gerade für Blogs. Liebe Grüße, Elke

      Antworten

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Lina Kolitsch

Hallo, ich bin Elke

Ich hatte viele Jahre einen Onlineshop, und es ging mir genau wie dir: Ich wollte mehr KundInnen und Umsatz für meinem Shop, aber ich hatte keine Lust und Muse, ständig auf Social Media online zu sein und Werbung zu machen.

Also startete ich mit Pinterest. Am Anfang erschien es mir viel zu kompliziert, aber nach etlichen Kursen und jahrelanger eigener Erfahrung weiß ich jetzt genau, wie Pinterest funktioniert – und dieses Wissen möchte ich an dich weitergeben. Damit du nicht erst herumprobieren musst, sondern direkt mit Pinterest durchstartest.

 

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